Samstag, 29. Dezember 2018

Germanischer Bärenhund- Anfang der Reinzucht

Nachdem Ende der 80`er Jahre des 20. Jahrhunderts mit dem Fehlwurf zwischen Bernhardiner und weißem Hirtenhund die Geburtsstunde des modernen Germanischen Bärenhundes markiert war, begann Carsten Kieback in Brandenburg gezielt mit der Zucht des Germanischen Bärenhundes.
Ziel dabei war ein kinderlieber, gutmütiger Riese von bärigem Aussehen, geeignet als Familienhund, der charakterfest und gesund sein sollte.






Um welche Rasse es sich bei dem weißen Hirtenhund bzw. Herdenschutzhund handelt hat Herr Kieback nicht bekannt gegeben. Ausgeschlossen hat er jedoch, dass es sich dabei um Kuvasz, Kangal, Kaukase, Leonberger oder Neufundländer handelt.
In der Folge kam es dadurch zu zahlreichen Spekulationen, bei denen selbsternannte Fachleute mit absoluter Sicherheit sagten, um welche Rasse es sich handelt.
Das Ergebnis war eine Verunsicherung aller, die sich für die Germanischen Bärenhunde interessierten.

Carsten Kieback vollendete die Zuchtlinie der Bärenhunde, so dass sie im Jahre 1994 vom Deutschen Rassehunde Club e.V. als Rasse anerkannt wurde.
Seitdem wird der Germanische Bärenhund reinrassig gezüchtet.
Die Einzucht von Grundrassen ist nur durch den Erstzüchter gestattet.

Bei der Rasseanerkennung hat es Herr Kieback bei der Anerkunng durch den DRC e.V. und der IKU (Internationale Kynologische Union) belassen.
Eine Anerkennung durch den FCI hielt er bisher, aufgrund der Anerkennung durch die genannten Verbände, nicht für notwendig, was sich im Nachhinein als großer Fehler erwies.
Eine negative Folge davon ist, dass viele Züchter die unterschiedlichsten Rassen kreuzen und als Germanische Bärenhunde verkaufen.




Nach Vollendung der Zuchtline wurde die Verbreitung des Germanischen Bärenhundes durch Streitereien und persönliche Differenzen einiger Züchter und Besitzer immer wieder zurück geworfen.
Ein geplanter Antrag auf Rasseanerkennung durch den FCI ging in diesen Streitigkeiten unter.
Einige Züchter gingen nun dazu über, bei der Zucht des Germanischen Bärenhundes vermehrt Leonberger einzukreuzen (nicht nur zur Blutauffrischung). Abgesehen davon, dass sie damit den Rassestandard untergruben, kam durch die Einkreuzung, unterstützt durch dass immer ähnlichere Aussehen mit den Leonbergern,  vermehrt die Kritik auf, bei dem Germanischen Bärenhund handele es sich nur um einen zu teuer verkauften Leonbergermischling.
Bisher konnte dieser negative Trend leider nicht gestoppt werden.




Wohl wissend, dass die Tierzucht und insbesondere die Zucht der großen, mächtigen Germanischen Bärenhunde ein Bereich intensiver Arbeit ist, finden sich doch immer wieder begeisterte Züchter dieser Rasse, die nach dem vom DRC anerkannten Rassestandard züchten und dafür sorgen, dass es diese wunderbaren Tiere auch in Zukunft gibt.

Deutschlandweit gibt es drei Vereine für Germanische Bärenhunde:
- Freunde der Germanischen Bärenhunde
- Verein zu Anerkennung Germanischer Bärenhunde
- Erstzüchterverein Germanischer Bärenhunde

Es bleibt zu hoffen, dass es den Vereinen in Zusammenarbeit mit den Züchtern gelingt, eine an den bisherigen Rassestandard  angelehnte Rasseanerkennung durch den FCI erreichen zu können.

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