Dienstag, 8. Januar 2019

Überlebende- Die Rückkehr der Pyrenäenberghunde

Die einzigen Zonen, in denen der Patou Ende des 20. Jahrhunderts seine traditionelle Rolle spielte, waren die hohen Täler, aus denen die letzten Bären noch nicht verschwunden waren und wo es noch die Tradition der Zucht von Milchlämmern und der Käseherstellung gab.


Im hohen Tal von Aspe konnte man den Patou noch beobachten, wie er morgens die Herde begleitete und abends für das Melken zurückbrachte. Die Herde verbrachte den ganzen Weg nur unter der Aufsicht des Hundes.
Die Spaziergänger mussten vorsichtig sein, wenn sie dem Hund oder seiner Herde zu nah kamen.




Seit einigen Jahren, inzwischen Jahrzehnten, ist der Trend in Frankreich zu beobachten, die Hunde wieder bei den Herden einzusetzen, um ein Verschwinden der Rasse zu vermeiden. Langsam hat dieser Trend auch Zonen in den Pyrenäen erreicht, in denen der Patou zusammen mit den Raubtieren verschwunden war.
Seit 1990 beobachtet man die Wiedereingliederung in eingezäunten Gebieten im Mittelgebirge.


In Deutschland erfreut sich der Pyrenäenberghund als Familienbegleiter seit Jahren wachsender Beliebtheit.

Dazu beschert die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland dem Patou, auch außerhalb Frankreichs, eine Renaissance in seinem ursprünglichen Aufgabengebiet; dem Schutz der Herde.

Von einem Verschwinden der Rasse kann inzwischen keine Rede mehr sein!

Sonntag, 23. Dezember 2018

Beinahe gäbe es ihn nicht mehr- den Pyrenäenberghund

Ende des 19.Jahrhunderts begann ein Umbruch in den Pyrenäen. Die Entdeckung des Strychnins sorgte für die Ausrottung der Wölfe. Durch Bejagung aber auch den Ausbau von Strassen und den Bau von Talsperren wurden die Bären immer weniger. Die Menschen drangen immer tiefer in die Pyrenäen ein. Das einstige Symbol der Hirten zum Schutz der Herden, der Pyrenäenberghund, wurde nicht mehr gebraucht.

Da die Patous keine Aufgabe mehr hatten, begannen sie sogar auf den Bauernhöfen zu stören.
Sie störten so sehr, dass sie angeleint wurden.
Das Anleinen und Anketten hatte schlimme Konsequenzen: Die Freiheitsliebenden und Freiheitsgewohnten Tiere, die über Jahrhunderte für das freie und selbstständige Arbeiten gezüchtet wurden, wurden an der Leine aggressiv.
So wandelte sich das Bild des großen, stolzen Hundes; nun wurde er als böse und gefährlich angesehen.


Eine Zählung (1982-1986), bei der 276 Bürgermeister der Dörfer befragt wurden. ergab ein deprimierendes Ergebnis: Nur 69 lebende Tiere konnten gefunden werden.

Dienstag, 27. November 2018